Allgemein Archives - Seite 3 von 4 - Kulturfabrik INDUSTRIE36 Rorschach
Wo live zählt. Mitten in Rorschach. Genügend Parkplätze direkt auf Areal.

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Noche Latina: Amik Guerra Afro Caribbean Latin Project

Der in Kuba geborene Amik Guerra ist auch in der aktuellen, dritten Staffel der Fernsehsendung «Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert» als Trompeter dabei. Seine musikalische Darbietung zeigt höchste Qualität bis ins letzte Detail, eine spürbare Leidenschaft und Herzlichkeit. Die Musik war und ist ihm stets treuester Begleiter – als Brücke zwischen den Kulturen, als Kommunikationsmittel, als Entdeckungskanal, als Spielplatz für Kreativität, als Möglichkeit, Grenzen und mehr zu entdecken, als Türöffner für neue Universen.

Der Name seines aktuellen Live-Projekts Afro Caribbean Latin Project ist eine klare Ansage, wohin die Reise musikalisch geht: Renommierte kubanische Songs werden mit neuen Harmonien ausgestattet und neu arrangiert, zu hören gibt es Jazzstandards in afrokaribischen Farben und Nuancen. Mit fesselnden Rhythmen, reichhaltigen Harmonien und ansteckenden Melodien soll die Seele berührt werden.

In seiner aktuellen Band versammelt Amik Guerra herausragende Exponenten der lateinamerikanischen Musikszene, alle aus Kuba stammend: Bassist Eduardo Cespedes und Schlagzeuger Ernesto Lopez Cuba bilden die treibende Rhythmusgruppe und Aismar Simon Carillo erweitert mit einfühlsamem, perlendem wie perkussivem Klavierspiel das Klangspektrum. Die Sängerin Virginia Quesada und Amik Guerra selbst an der Trompete würzen die Salsa zu einem feurigen, schweisstreibenden Gericht, das nur noch das pulsierende Leben im Moment zulässt.

Samstag, 9. April, 21 Uhr
Noche Latina: Amik Guerra Afro Caribbean Latin Project

Vor und nach dem Konzert Latin-Groove mit DJ Juanqui Jay;
kostenloser Son-Cubano-Workshop von 19.30 bis 20.30 Uhr mit Juanqui (keine Voranmeldung nötig)

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Erfolgreiche 1. Bodensee-Schallplatten-Börse

Das war ein Volltreffer beim ersten Versuch! Die 1. Bodensee-Schallplattenbörse vom Sonntag, 3. April 2022, durfte über 300 Besucherinnen und Besucher zählen und wartete mit einem attraktiven Angebot auf 100 Laufmetern auf, das sehr reges Interesse mit top-zufriedenen Händlern fand:

«Es war ein grosses Vergnügen, dabei zu sein, und ein Riesenkompliment und grossen Dank an alle, die ihren Beitrag geleistet haben! Ich melde mich jetzt schon für die zweite Ausgabe an 😊.»

«Ein großes Lob an das Veranstaltungsteam. Hier gab es auch wirklich gar nichts zu bemängeln.»

«Merci für die professionelle Durchführung. War wirklich supi. Gerne wieder und bis bald!»

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Voranzeige: Die 2. Bodensee-Schallplattenbörse findet am Sonntag, 2. April 2023 statt

BINGO SHOW, Nosferatu und MusicalOper

Am vergangenen Freitag: Ein best gelauntes Publikum bei der BINGO SHOW in der INDUSTRIE36. Auch der Stadtpräsident Röbi Raths (3.v.l.) ist von Beat Schlatter, Ina Corti und der Original Bingo Show-Band begeistert.

Am kommenden Wochenende finden zwei musikalische, inhaltlich aber sehr unterschiedliche, Veranstaltungen, statt:

Der deutsche Stummfilm-Klassiker «NOSFERATU» von Wilhelm Murnau erlebte am 15. März 1922 seine Premiere. 100 Jahre später beweist er seine zeitlose Aktualität, die fast genau auf den Jahrestag mit einer Live-Begleitung von Irina Maria Garbini und Dany Kuhn in einer zeitgenössischen musikalischen Interpretation gefeiert wird.
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2012 war die Geburtsstunde einer neuen Kunstform in der Musik: die MusicalOper. Schon mit der 1. MusicalOper («Notfall 51», uraufgeführt: Lokremise St. Gallen, 5. August 2012) begeisterte Christoph Schnell nicht nur das heimische Publikum mit seiner Erfindung, sondern Schnells MusicalOpern fanden auch international Beachtung. Mit dem Programm «Emotional Musical! – die schönsten Songs aus den MusicalOpern von Christoph Schnell» feiern wir das 10-Jahrjubiläum dieser neuen Musikgattung: Ein Konzert für die ganze Familie!
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Mit «Kulturfabrik» hat Rorschach einen neuen Verein.

In Rorschach will ein neuer Kulturverein die Szene aufmischen. «Die Kulturfabrik in der Eventhalle Industrie 36 ist ein Industrieort, wo hochwertige Kultur sozusagen fabriziert wird», erklärt Andreas Müller, Initiant und Vorstandsmitglied des Vereins, den Namen. Er ist selbst schon über 40 Jahre im Kulturbereich tätig. Der Verein sei selbsttragend und nicht gewinnorientiert.

Er wurde Mitte Dezember 2021 gegründet, letzte Woche fand die erste Vereinsversammlung statt. Basis des Vereins ist dabei natürlich die Eventhalle Industrie 36. Sie wurde in viel Fronarbeit aufgebaut und startet Ende Februar ins Jahresprogramm.

Der Verein soll primär mit kulturellen Veranstaltungen die Lebensqualität fördern. «Ziel ist vor allem die Vernetzung mit anderen lokalen Vereinen», wie Müller sagt. Der Verein arbeitet zum Beispiel mit dem Kulturlokal Treppenhaus zusammen.

Finanzieren soll sich der Verein mit Gönnern und später soll je nach Interesse noch die Möglichkeit für eine Mitgliedschaft geschaffen werden. Wie Müller sagt:

Der Zweck des Vereins hat aber auch eine organisatorische Komponente. «Er ist wichtig, um eine Unterscheidung zwischen kommerzieller und nicht kommerzieller Nutzung der Halle vorzunehmen», sagt Müller. Für die Vampirnacht vom 24. Februar miete etwa ein privater Veranstalter die Halle.

Müller ist froh über die vom Bundesrat kommunizierten Lockerungsschritte. Es sei sehr mühsam gewesen, die Veranstaltungen immer wieder zu verschieben oder abzusagen. «Ich freue mich darauf, nicht mehr ständig auf der Hut sein zu müssen», sagt Müller.

Im Vorstand sitzen verschiedene Akteure aus der lokalen Kulturszene. Darunter Andy Leumann, der ehemalige Vorstand des Jazzclubs Rorschach, Samuel Baumann und David Häne, beide von der Bar Treppenhaus, sowie Res Lerch vom Blog «Rorschacher Echo». Er gestaltet das Programm aber auch gemäss seinen persönlichen Interessen, sagt Müller. «Es ist aber natürlich immer auch ein Konsens zwischen Hallenkapazität, Budget und Tourenangebot.»

Die Zukunft des Vereins hänge stark vom Interesse und Engagement der Bevölkerung ab. «Im ersten Jahr dürfen wir ausprobieren und Fehler machen», sagt Müller. Ziel sei es, pro Jahr etwa 30 «kulturelle Highlights» zu präsentieren. Müller selber freut sich besonders auf den Schlagzeuger Dave Weckl, der am 24. April zusammen mit dem Bassisten Tom Kennedy auftritt.

Joshua Lindenmann im St. Galler Tagblatt

Eine ehemalige Lagerhalle im Rorschacher Industriegebiet sorgt für neuen kulturellen Wind. Grössen wie Starkomiker Beat Schlatter, Komödiantin Anet Cori oder Bluesmusiker Philipp Fankhauser werden dabei auf der Bühne stehen. Unsere Kulturredakteurin Nadine Linder hat mit dem Projekt- und Programmverantwortlichen Andreas B. Müller über «Industrie36» gesprochen.

Herr Müller, wann und von wem wurde der Verein «Kulturfabrik Rorschach» gegründet?

Der Kulturverein wurde Mitte Dezember von Gottlieb Kündig, Ruth Stossfellner und mir gegründet, um «Nägel mit Köpfen» zu machen. In der Zwischenzeit hatten wir eine erste Vereinsversammlung, bei der weitere Kulturaktive aus Rorschach – unter anderem vom Treppenhaus, vom ehemaligen Jazzclub und vom Schloss Wartegg – ihr Interesse und ihre Unterstützung zugesagt haben.

Was sind diese Ziele dieses Vereins?

Die Initianten des neu gegründeten Vereins «Kulturfabrik Rorschach» verstehen Kultur als treibende Kraft der Gesellschaft und wollen die Lebensqualität in der «Stadt am See» durch kulturelle Veranstaltungen fördern. Und sie sind der Ansicht, dass ein vielfältiges und lebendiges Kulturleben einen wichtigen Beitrag zu einer offenen und lebendigen Gesellschaft leistet. Eine attraktive Stadt braucht verschiedenste Akteurinnen und Akteure im Kultursektor: Der neue Verein ergänzt das lokale Angebot mit einer neuen Palette an grösseren, national und international renommierten Formationen aus den Bereichen Musik (Jazz, Blues, Rock, Pop, World etc.) über Comedy, Theater und speziellen Filmprojekten. Es soll aber auch das regionale Kulturschaffen gefördert werden, ohne das bestehende Angebot zu konkurrenzieren. In engem Austausch und punktueller Zusammenarbeit mit den anderen Mitspielern soll die Region Rorschach-Rorschacherberg-Goldach kulturell gestärkt werden.

Ihre Lokalität ist eine ehemalige Lagerhalle im Rorschacher Industriequartier. Was zeichnet diese Lokalität aus?

Der industrielle Charme, die spürbar auf Tuchfühlung angelegte Clubatmosphäre, die Vielseitigkeit in der Nutzung, die fast Lärm-emissionsfreie Lage, das grosse Parkplatzangebot, die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die weltweit einmalige Lichtinstallation und nicht zuletzt der ausgesprochene Wille des Hauseigentümers, Kultur zur Identitätsstiftung für die «Stadt am See» nachhaltig zu fördern.

Wie kamen Sie als Projekt – und Programmverantwortlicher auf die Idee zu «Industrie36»?

Der Hauseigentümer Gottlieb Kündig und ich kennen uns seit der Kantonsschule St. Gallen. In all den Jahren sind wir uns immer wieder mal begegnet, und Gottlieb Kündig hatte mir schon vor Jahren von seiner Vision, ein Kulturzentrum für Rorschach mitzugestalten, erzählt. «Corona sei Dank» fanden wir uns im Frühling vor einem Jahr zusammen, um zu prüfen, ob die Umsetzung der Fernsehproduktion «jazzfenster.sg» in Kündigs Räumlichkeiten realisierbar sei, nachdem wir in der Stadt St.Gallen leider – oder zum Glück – nicht fündig wurden. Mit dem Resultat, am letzten Mai-Wochenende die professionellen TV-Aufnahmen mit acht Ostschweizer Jazz-(plus-)Formationen in einer grossartigen Ambience umzusetzen. Das Resultat ist hier abrufbar (www.jazzfenster.sg). Das war der Einstieg in einen spannenden Kreativprozess, der dazu führte, dass ich die Projektleitung für die inhaltliche Neugestaltung der Industriehalle übernahm – und damit auch einen alten Traum von mir in Erfüllung gehen liess.

Wenn will «Industrie36» ansprechen?

Kultur ist so breit wie der Horizont der Menschen; in diesem Sinne ist die Antwort «alle». Das kulturelle Angebot soll also von den verschiedensten Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen genutzt werden können. Vielfalt soll jedoch nicht in Beliebigkeit münden, Qualität bleibt immer das zentrale Kriterium. Als Qualitätsmerkmale betrachten wir «Professionalität, Resonanz, Relevanz, Innovation und innere Stimmigkeit». Um aber doch eine kleine Eingrenzung zu machen: Die Eventhalle INDUSTRIE36 wird einerseits kommerziell an Dritte vermietet. Der Verein «Kulturfabrik Rorschach» hingegen gewährleistet einen nicht kommerziell ausgerichteten Kulturbetrieb, wie das beispielsweise die Mühle Hunziken im bernischen Rubigen wunderbar vorzeigt…

Mit einem Oktoberfest im 2020 hatte «Industrie36» seine Feuertaufe. Warum finden die nächsten Events erst jetzt statt?

Es haben seither ein paar erfolgreiche (Test-)anlässe stattgefunden, aber die bekannten Einschränkungen in allen Lebensbereichen haben es bis vor kurzem verunmöglicht, ein regelmässiges Programm auf die Beine zu stellen. Abgesehen davon, habe ich meine Koordinationsfunktion erst im November letzten Jahres übernommen; vorher war auch einfach niemand da, der die umfangreiche Arbeit gemacht hatte…

War oder ist es nicht ein Risiko ein solch grosses Projekt während der Pandemie zu starten?

Sie sagen es! Aber nun sollten die meisten Einschränkungen ja gefallen sein und wir schauen positiv in die Zukunft! Es war vielleicht auch ein Vorteil, im Hintergrund arbeiten zu können und alles sauber vorzubereiten, dass nun alles rund laufen kann. Wir sind auf jeden Fall sehr optimistisch und freudig.

Was steht bei «Industrie 36» alles auf dem Programm?

Wir müssen unterscheiden: Einerseits sind es Dritte, die sich in der INDUSTRIE36, wie sich die Halle nennt, einmieten, wie beispielsweise Stefan Hafner mit seinen beiden erfolgreichen Veranstaltungen «Oktoberfest» oder «Vampir Night» (letztere von kommendem «schmutzigen» Donnerstag) oder Mitglieder des FC Rorschach-Goldach 17, welche mit der «WM Factory» Ende Jahr ein grossangelegtes Public Viewing planen. Dann produziert die Betriebsgesellschaft Industrie36.events AG einige Anlässe selber wie beispielsweise die 1. Bodensee Schallplattenbörse vom Sonntag, 3. April. Alle kulturellen und damit nicht kommerziellen Anlässe werden vom neu gegründeten Verein «Kulturfabrik Rorschach» geplant, und hier finden sich Konzerte mit hochkarätigen, nationalen und internationalen Formationen aus den Bereichen Jazz, Blues, Rock, Pop, World etc., Comedy, Theater oder spezielle Filmprojekte. Das ganze Programm findet sich unter www.industrie36.events/#agenda.

Fördert der Verein «Kulturfabrik Rorschach» auch junge Nachwuchskünstler?

Wir prüfen, auch gemeinsam mit dem Treppenhaus, bei welchen Künstlern es Sinn macht, eine Halle mit einer Kapazität mit 400 Personen zu nutzen, und wo ein eher intimerer Rahmen besser ist. Wir sind offen für jegliche Form von Förderung und Zusammenarbeit, müssen aber gut hinschauen, was wirklich sinnvoll ist. Ich bringe ja eine gewisse Erfahrung nach über 40 Jahren auch in der Kulturvermittlung mit, die mir hoffentlich zeigt, wo was passt. Natürlich kann ich mich immer täuschen, wofür ich aber eine gute Intuition habe, ist für die «Livetauglichkeit» von Produktionen. Das heisst, dass ich gut im Gefühl habe, was ein jeweiliges Publikum berühren kann (und was eher nicht).

Als nächsten Event und Startschuss in die neue Saison steht am 4. März eine «Bingo Show» auf dem Programm. Was kann ich mir darunter vorstellen?

Tja, das konnte ich mir auch nicht, bevor ich im Herbst nach Zürich ins Bernhard Theater ging, und mir die Show zusammen mit meiner neunundzwanzigjährigen Tochter ansah. Ich war, nein, wir waren beide begeistert von der Vielschichtigkeit des Abends mit Cabaret, Livemusik, Filmeinspielungen und natürlich vom Bingo spielen mit dem Starkomiker Beat Schlatter. Seine träfen und treffenden Sprüche und Sketches zusammen mit der Komödiantin Anet Corti und dem Berner Musiker Christian Häni und Band, den witzigen Preisen und «Strafen» für das live Bingo mitspielende Publikum und die locker-schräge Atmosphäre waren ein überraschendes Highlight.

Good News: Verein „Kulturfabrik Rorschach“ gegründet

Good News: Verein „Kulturfabrik Rorschach“ gegründet

Die Initianten des neu gegründeten Vereins „Kulturfabrik Rorschach“ verstehen Kultur als treibende Kraft der Gesellschaft und wollen die Lebensqualität in der Stadt durch kulturelle Veranstaltungen fördern. Und sie sind der Ansicht, dass ein vielfältiges und lebendiges Kulturleben einen wichtigen Beitrag zu einer offenen und lebendigen Gesellschaft leistet. Sie schreiben, dass „eine attraktive Stadt verschiedenste Akteurinnen und Akteure im Kultursektor braucht“ und der neue Verein das lokale Angebot von Treppenhaus, Kleberei, Würth oder Schloss Wartegg mit einem Angebot mit grösseren, national und international renommierten Formationen aus den Bereichen Musik (Jazz, Blues, Rock, Pop, World etc.) über Comedy, Theater und speziellen Filmprojekten ergänzt. Es soll aber auch das regionale Kulturschaffen, ohne das bestehende Angebot zu konkurrenzieren, gefördert werden. Den fulminanten Startschuss in die bunte erste Saison wird die mitreissende BINGO SHOW! mit dem Schweizer Starkomiker Beat Schlatter, der Komödiantin Anet Corti und dem Berner Musiker Christian Häni (Halunke und Band) am Freitag, 4. März, geben.

Standort oder «Heimat» ist die letztes Jahr in Betrieb genommene Eventlocation INDUSTRIE36 im Rorschacher Industriequartier. Um eine klare Unterscheidung zwischen kommerzieller (Fremd-)Nutzung der Halle und nicht kommerziellem Kulturbetrieb zu gewährleisten, wurde Mitte Dezember ein entsprechender Kulturverein gegründet, in dem sich nach kurzer Zeit verschiedene Exponent/-innen der Rorschacher Kulturaktivist/-innen engagieren; eine Koordinations- und Aufbaufunktion hat der St. Galler Kulturvermittler Andreas B. Müller inne. Der Verein gibt sich die Aufgabe, Kultur in einem breiten Spektrum zu vermitteln, um die Lebensqualität in der Region Rorschach-Rorschacherberg-Goldach und generell im Kanton St. Gallen zu fördern durch regelmässige kulturelle Veranstaltungen.

Dabei steht eine bunte Mischung aus nationalen und internationalen Top-Acts und regionalen Initiativen auf dem Programm. Im eher kleineren Rahmen ist dies beispielsweise die im Tagblatt hochgelobte Live-Vertonung des 100-jährigen Stummfilm-Klassikers «Nosferatu» durch Irina Maria Garbini und Dany Kuhn (12. März) oder die Première einer Nostalgie-Kino-Reihe auf dem analogen 35mm-Projektor mit dem Originalfilm «Laurel & Hardy in der Fremdenlegion» (25. März). Bis im Oktober soll es gleich sechsmal heiss zu- und hergehen bei den «Noche Latina» mit hochkarätigen afro-kubanischen Live-Acts wie beispielsweise dem «Afro Caribbean Latin Project» des Weltklasse-Trompeters Amik Guerra (9. April) oder Son del Nene, dem Latin Grammy-Gewinner und Hauptdarsteller in Wim Wenders Kinofilm «Musica Cubana – The Sons of Buena Vista» (14. Mai). Mit Philipp Fankhauser und seiner Band wird einer der bekanntesten Schweizer (Blues-)Musiker in Rorschach auftreten: Er präsentiert mit «Let life flow» sein 16. Album, das für einige Überraschungen – musikalische, stilistische, sprachliche und personelle – sorgt; der soulgetränkte Blues ist aber weiterhin seine Stärke.

Freitag, 22. April: Philipp Fankhauser & Band – Let Life Flow (CH)

Der fulminante Startschuss in die spannende Palette von kulturellen Highlights ist die mitreissende BINGO SHOW! mit dem Schweizer Starkomiker Beat Schlatter, der Komödiantin Anet Corti und dem Berner Musiker Christian Häni (Halunke und Band) am Freitag, 4. März, die mit dem Publikum ihr legendäres BINGO spielen. Die Spannung steigt mit jeder Zahl, denn nie ist man sicher, was mehr zu fürchten ist: leer auszugehen oder falsch zu rufen? Denn bei letzterem drohen Strafen, genauso einmalig, schräg und zum Schreien komisch wie die Preise, Filmeinspielungen und die musikalischen Highlights! Den Hauptpreis stellt übrigens der Rorschacher Stadtpräsident Robert Raths zur Verfügung – für Attraktivität ist also vielfach gesorgt!

Parallel zum Programm werden zurzeit die Vereinsstrukturen aufgebaut mit einem Gönnerclub, dessen Unterstützung zu attraktiven Vergünstigungen des Kulturangebotes verhelfen wird. Interessierte sind herzlich willkommen und können Informationen anfordern unter support@kulturfabrik.ro (Endung *.ro, wie Rorschach)

 Vorläufige Programmübersicht:

  • Freitag, 4. März: Bingo-Show! mit Beat Schlatter, Anet Corti und Christian Häni (Halunke)
  • Samstag, 12. März: «Nosferatu» – Stummfilm mit Live-Vertonung durch Irina Maria Garbini und Dany Kuhn
  • Freitag, 25. März: Nostalgie-Kino: «Laurel & Hardy in der Fremdenlegion
  • Samstag, 9. April: Noche Latina: Amik Guerra Afro Caribbean Latin Project (Cuba/D)
  • Freitag, 22. April: Philipp Fankhauser & Band – Let Life Flow (CH)
  • Samstag, 23 April: Panda Lux (CH; in Zusammenarbeit mit Treppenhaus)
  • Freitag, 6. Mai: Irish Night: The Led Farmers (CH)
  • Samstag, 7. Mai: Panafrica Night: Dobet Gnahoré (Frankreich/Côte d’Ivoire)
  • Samstag, 14. Mai : Noche Latina: Son del Nene (Cuba)
  • Freitag, 20. Mai: Chlyklass (CH; in Zusammenarbeit mit Treppenhaus)
  • Samstag, 18. Juni: Noche Latina: Roman y sus Timberos (D)
  • Samstag, 10. September: Noche Latina: Ecos de Siboney (Cuba)
  • Samstag, 17. September: off & out – 75 Jahre Urs C. Eigenmann (CH)
  • Samstag, 24. September: Groovy Balkan Night: Goran Kovacevic & Friends (CH)
  • Samstag, 22. Oktober: Noche Latina: Las Karamba (ES, Cuba, Argentinien, Venezuela)
  • Donnerstag, 3. November: Fred Wesley & The New J.B.’s (USA)
  • Samstag, 5. November: Max Lässer – Solostunde extra (CH; Film & Konzert)

Alle Details zurzeit noch auf www.industrie36.events, künftig dann auf www.kulturfabrik.ro. (pd am). Das Beitragsbild oben zeigt das Konzert von Billy Cobham und Band im November 2021. So gesehen fast so etwas wie der „Startevent“ für den neuen Verein in der  Kulturfabrik.

 

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Von der Lagerhalle zum kulturellen Leuchtturm in Rorschach

Veranstaltungen in der «Industrie36» sollen dem Rorschacher Industriequartier kulturelles Leben einhauchen

Von Astrid Nahkhostin, Bodensee Nachrichten

Eine ehemalige Lagerhalle im Rorschacher Industriequartier soll nicht nur zu einer neuen Eventlocation, sondern zu einem kulturellen Leuchtturm mit Strahlkraft über die Stadtgrenzen hinaus, werden. Hinter dem Projekt «Industrie36» stehen einige bekannte Namen, darunter auch Inhaber Gottlieb Kündig und Event-Profi Andreas B. Müller, der bereits seit 1. November dieses Jahres als Projekt- und Programmverantwortlicher amtet.

Die Idee für eine Eventhalle in grösserem Stil schwelt bereits seit rund zehn Jahren in den Köpfen der jetzigen Verantwortlichen. Und eigentlich wäre man seit 2016 parat gewesen, damit loszulassen. Doch manchmal kommt es anders als man denkt. Dies trifft auch für die Halle an der Industriestrasse 36b zu, die erst einmal «anders genutzt als ursprünglich geplant» wurde, wie Eigentümer Gottlieb Kündig sagt. Erst als im Coronajahr 2020 die Uhren etwas langsamer tickten, gab es genügend Freiraum, um sich mit der Idee eines kulturellen Leuchtturms in Rorschach weiter auseinanderzusetzen, sie zu konkretisieren und mit Inhalt zu füllen.

Eventprofi Andreas B.Müller ist Projektverantwortlicher
Einen Verbündeten für seine Visionen und Ideen fand Kündig in seinem Jugendfreund Andreas B. Müller. Dieser ist kein unbeschriebenes Blatt in der Ostschweizer Kulturszene und insbesondere als einer der Ur-Väter des St.Galler Openairs bekannt, für das er von 1990 bis 1997 als Chef verantwortlich zeichnete. Von sich selbst sagt er, dass er lieber die Bühne für andere bereitstellt, als dass er selbst auf ihr steht. Weitere Mitstreiter:innen sind Marco Longerich, Hallenchef und stellvertretender Projektleiter, Ruth Stossfellner, Mitinhaberin und Verwaltungsrätin, sowie Ina Loregger, die für die Restauration vor Ort verantwortlich zeichnet.

Feuertaufe mit Oktoberfest und Jazzfenster
Nach der Fremdnutzung der Halle folgte erst einmal der Einbau einer ganz speziellen Lichtinstallation. Dank dieser kann im Raum sehr schnell eine komplett andere und dem jeweiligen Anlass entsprechende Stimmung erzeugt werden. Sie ist innenarchitektonisch zu einem «High-Light» im wahrsten Sinne des Wortes geworden, wie Gottlieb Kündig sagt. Mit dem Oktoberfest 2020 ging in der «Industrie36» dann erfolgreich die erste Veranstaltung über die Bühne – quasi die Feuertaufe. Und auch beim Dreh diesen Sommer für das «Jazzfenster St.Gallen», einem filmischen Portrait über acht Ostschweizer Jazzformationen, das in mehreren Sendungen auf TVO ausgestrahlt wurde, bestand die Halle die Bewährungsprobe für die ihr eigentlich zugedachte Nutzung bestens. Die Nutzungsmöglichkeiten der rund 500 Quadratmeter grossen Fläche plus Galerie und abgeschlossenem Fumoir sind so vielfältig, wie die Ideen ihrer Verantwortlichen. Je nach Bühnengrösse bietet sie Platz für 400 Sitz- oder 800 Stehplätze und kann auch von externen Veranstaltern gemietet werden. Sofern die Halle frei ist und die Pandemie-Situation es zulässt.

Von Philipp Fankhauser bis zur Bingo Show
Denn eigentlich wäre die Agenda bereits reich befrachtet mit hochkarätigen Eigenveranstaltungen. Namen und Titel wie Phlipp Fankhauser, «Noche Latina» und «Vampir Night» sind auf der Homepage zu finden und «mehrere grosse Veranstaltungen im Bereich Funk, Soul oder Jazz, aber auch Pop und andere Stilrichtungen sind geplant», wie Andreas B. Müller, verrät. Auch eine Bingo-Show mit lokalen Preisen soll regelmässig stattfinden – ganz nach Züricher Vorbild, wo diese Veranstaltung jeden Montagabend im Bernhard-Theater meist ausgebucht ist. Und die «Noche Latina» soll keine einmalige Sache bleiben, sondern sechs Mal pro Jahr die Liebhaber lateinamerikanischer Musik anziehen, wenn es nach Andreas B. Müller geht. Nostalgie-Kino- und Stummfilm-Abende, Irish Folk-Nights, Schallplattenbörsen oder die erste Ostschweizer Weinmesse ergänzen den Veranstaltungskalender der «Industrie36».

«Müssen ausloten, was Sinn macht»
Welche Veranstaltungen dann wirklich Sinn machen und bei der Bevölkerung ankommen, will man zuerst einmal ausloten. Und auch was die Finanzierung betrifft, ist Gottlieb Kündig sich bewusst, dass es einen «langen Atem» braucht. Aber wie auch immer: angestrebt werden eher grosse als kleine Brötchen: «Industrie36» soll zu einem Leuchtturm mit überregionaler Ausstrahlung, weit über die Rorschacher Stadtgrenzen hinaus, werden.

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Die Billy Cobham Band wusste zu begeistern

Rorschacher Echo | Das war nun einfach eine fette Party mit 250 Gästen gestern Abend im neuen Rorschacher Eventlokal „Industrie 36„. Es war schon bekannt, dass Billy Cobham eine Art Jazz-Rock-Institution mit einem ganz eigenen Weltall ist. Völlig eingetaucht in einen Stil, den einige als eine Art verschluckte Welt betrachten, gelang es ihm, dank seiner ausserordentlichen Energie und Kraft – und dem einmaligen Spiel – mehrere Generationen an Fans um sich zu scharen. Billy Cobhams explosive, unerbittlich temporeiche, aber immer swingende Mischung aus Jazz, Funk und Rock ist meist auf seinen Wurzeln als Jazzdrummer aufgebaut und auch sein gestriges Konzert in Rorschach war ein Fest für die Ohren wie für die Augen. Hier einige Schnappschüsse vom Event. Mit diesem Eventlokal könnte im Westen der Stadt etwas ganz Faszinierendes entstehen.

Bilder und Text: Res Lerch